
Kronen Zeitung
KEIN SIEGER IN LINZ
Elfer-Drama bei Spitzenspiel LASK gegen Sturm Graz
Spitzenreiter Sturm Graz und der erste Verfolger LASK trennten sich im Topspiel mit einem 1:1-Remis. Besonders umstritten war dabei das Elfmetertor der Gäste in der ersten Halbzeit.
Vor 19.080 Zuschauern und ausverkauftem Haus hatte Sturm nach früher Führung durch einen großzügigen Foul-Elfmeter Otar Kiteishvilis (10.) nur wenig zu bieten, der LASK diktierte die Partie förmlich. ÖFB-Teamstürmer Sasa Kalajdzic (68.) sorgte für den hochverdienten Ausgleich, der Siegtreffer blieb den Linzern trotz heftiger Bemühungen aber versagt.
Schiedsrichter Altmann großzügig
LASK-Coach Dietmar Kühbauer ließ seine Startformation vom 3:2-Sieg in Salzburg unangetastet, bei Sturm gab es zwei Änderungen im Vergleich zum 0:0 gegen Hartberg. Einer der Neuen war Ryan Fosso, der schon früh im Mittelpunkt stand. Einen riskanten Annäherungsversuch von Ismaila Coulibaly im Strafraum nahm der Mittelfeldakteur dankend an, Schiedsrichter Peter Altmann blieb auch nach Video-Studium bei seiner umstrittenen Entscheidung. Kiteishvili agierte vom Punkt eiskalt und jubelte über sein 13. Saisontor.
Seitfallzieher an die Latte
Es war die glückliche Belohnung für eine starke Anfangsphase der Gäste, die höchst motiviert auf den Rasen gekommen waren. Doch der LASK fand danach besser ins Spiel, kam mit dem aggressiven Pressing der Steirer gut zurecht. Der erste Abschluss durch Kasper Jörgensen (19.) fiel noch harmlos aus, nur Momente später knallte ein Seitfallzieher des Dänen von der Latte zurück ins Feld, davor war Goalie Daniil Chudjakow gegen Samuel Adeniran zur Stelle gewesen (20.).
Während von Sturm danach nicht mehr viel kam, nahmen die Hausherren das Heft in die Hand. Einzig das Glück bzw. Abschlussvermögen ließ zu wünschen übrig. Nicht zuletzt der siebenfache Saisontorschütze Adeniran musste sich das ankreiden lassen. Ein Volley (31.) und ein Köpfler (45.+1) des US-Akteurs verfehlten ihr Ziel, bei der letzten Aktion in der ersten Hälfte fehlten nur Zentimeter (45.+5). Auch Kalajdzic ließ eine gute Möglichkeit liegen (39.).
Zweite Hälfte völlig in der Hand des LASK
Nach Seitenwechsel blieb es dabei. Sturms Offensivaktivitäten lagen weiterhin auf Eis, der LASK drückte noch stärker. Erst verfehlten Modou Cisse (50.) und Kalajdzic (58.), nach gut einer Stunde klopfte Jörgensen im Fünfer wieder am Aluminium an (64.). Schließlich brach Kalajdzic mit einem wuchtigen Köpfler den Bann, der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt überfällig.
LASK blieb am Drücker
Und der LASK blieb am Drücker. George Bello traf ins Außennetz (71.), Adeniran brachte Kühbauer ein weiteres Mal zum Verzweifeln (77.). Chudjakow war es schließlich, der einen Ball von Joao Tornich in höchster Not von der Linie kratzte (78.). Im Finish konnten Jörgensen (85.) und Andrade (90.) nur noch die beeindruckende Schussbilanz (28:4) auffetten.
Bundesliga (27. Runde) – Meistergruppe (5. Runde):
LASK – SK Sturm Graz Endstand 1:1 (0:1).
Linz, Raiffeisen Arena, 19.080 (ausverkauft) SR Altmann
Tore: 0:1 (10.) Kiteishvili (Foul-Elfmeter) 1:1 (68.) Kalajdzic
LASK: Jungwirth – Cisse, Tornich, Andrade – Jörgensen, Coulibaly (65. Bello), Horvath, Bogarde – Kalajdzic – Usor (86. Lang), Adeniran
Sturm: Chudjakow – Vallci, Mitchell (49. Geyrhofer), Koller – Hödl (70. Malic), Fosso, Gorenc Stankovic, Gazibegovic (80. Karic) – Malone (70. Mamageishvili), Jatta, Kiteishvili
Gelbe Karten: keine bzw. Hödl, Vallci, Chudjakow
Mehr zu diesem Beitrag gibt es auch auf krone.at
Vorteilswelt
Weitere News
Elf der Runde
Aktuelle Votings & Ergebnisse


































